29. März 2009
Gesetz zur Tötung von streunenden Tieren in Europa - Helfen Sie!
Die drei EU-Parlamentarier Alain Hutchinson, David Hammerstein und Neil Parish haben eine schriftliche
Erklärung zum Wohlergehen von Haustieren und streuenden Tieren eingereicht. Sie wollen damit erreichen,
dass die EU das Aussetzen und Misshandeln von Haustieren und streunenden Tieren unter Strafe stellt und dass
die Mitgliedsstaaten Sterilisations- und Impfaktionen einführen.
Wenn es gelingt, dass diese Erklärung von der Mehrheit der Mitglieder des Europäischen Parlaments
unterzeichnet wird, so wird sie dem Präsidenten übermittelt, der dies im Plenum mitteilt. Mit diesem
Verfahren besteht die Möglichkeit, wichtige Anliegen auf die politische Agenda der EU zu setzen.
Allerdings haben schriftliche Erklärungen eine Frist. Die Frist der schriftlichen Erklärung zum
Wohlergehen von Haustieren und streunenden Tieren endet am 7.5.2009.
Hintergrund
Hintergrund dieser Aktion sind Entwurfsrichtlinien der OIE
(
World
Organisation for Animal Health), die inzwischen die Anerkennung verschiedener nicht-europäischer
Länder gefunden haben und dort auch schon umgesetzt werden. Sie definieren klare Maßnahmen zur
Eindämmung von Tollwutinfektionen im Zusammenhang mit der Streunerproblematik. Die OIE, deren Vorstand
aus Vertretern von Ländern besteht, in denen die Problematik von Straßentieren vorhanden ist,
empfiehlt die möglichst schnelle Beseitigung des Problems durch
zügige Minderung der
Populationszahlen von Straßentieren. Sie schlägt in ihrem Entwurf zur Beseitigung der
Streunerproblematik vor allem die Euthanasie der Streuner vor – insbesondere unter der Berücksichtigung
von Kosten, Infrastruktur oder der "Unvermittelbarkeit" von Tieren. Die von der OIE akzeptierten
Methoden der Ausrottung der Straßentiere reichen von Bolzenschuss mit anschließender
mechanischer Hirnschädigung und Ausbluten über Vergasung bis hin zur Tötung durch
Elektroschock.
Weil die EU aber plant, sich der OIE als Mitglied anzuschließen und weil die Mitgliedsstaaten der EU
bereits Mitglied bei der OIE sind, besteht nun die große Gefahr, dass in Europa auf Basis dieser
Empfehlungen eine Gesetzgebung erfolgt, die Tötungsstationen und Massentötungen von
Straßenhunden als Mittel gegen die Streunerproblematik akzeptiert.
Im Mai 2009 wird die Europäische Union über die Zukunft der Straßentiere entscheiden.
Ihre Hilfe
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Unterstützen Sie die drei EU-Abgeordneten Hutchinson, Hammerstein und Parish und kontaktieren
Sie 'Ihre'
Europaparlamentarier. Fordern Sie sie auf, die schriftliche Erklärung zu unterzeichnen. Folgende
Möglichkeiten haben Sie hierbei:
1. Auf dem Postweg: EU-Parlament, 60 rue Wiertz, 1047 Brussels (Belgien)
2. Per Mail oder Fax: Eine Auflistung der deutschen EU-Parlamentarier inklusive ihrer Kontaktdaten finden
Sie bei http://www.europarl.europa.eu/members.do.
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© Robert Babiak/pixelio
Unterschreiben Sie die
Petition gegen die Tötung der Straßentiere in der Europäischen Union
, die Barbara
Kowollik am 21. Februar 2009 eingerichtet hat (auf das Bild mit dem Hund rechts vom Text klicken).
Allerdings fordert die Petition u.a. auch ein Import-Verbot von Hunde- und Katzenwelpen, denen dann
durch Tierschutzorganisationen nicht mehr geholfen werde könnte.
Weil das Europäische Parlament im Mai 2009 über die Zukunft der Straßentiere
entscheidet, wird die Petition spätestens am 30. April 2009 geschlossen!
Wichtiges Update
Written comments of the Community on the OIE Terrestrial
Animal Health Code following the Terrestrial Animal Health Standard Commission meeting of October 2008
and prior to its next meeting in March 2009.
The new Animal Health Strategy - Strategy's progress
Textquellen
Schriftliche Erklärung eingereicht gemäß Artikel 116 der Geschäftsordnung von Alain Hutchinson, David Hammerstein und Neil Parish zum Wohlergehen von Haustieren und streunenden Tieren
Bericht über eine neue Tiergesundheitsstrategie für die Europäische Union (2007-2013) - (2007/2260(INI)) vom 22. Mai 2008
World Organization for Animal Health (OIE) "Terrestrische Animal Health Standards Kommission Bericht Oktober 2008 - Entwurfsrichtlinien über Hundepopulationssteuerung"