Ärzte gegen Tierversuche

26. Oktober 2010

Das grausame Geschäft mit Affen


Affen-Geschäft
Foto: © BUAV
Auf der tropischen Insel Mauritius verbirgt sich ein schreckliches Gewerbe, das Affen aus ihrer Heimat reißt, gewaltsam Familien trennt, einige Tiere lebenslänglich als Gebärmaschinen einsperrt und andere auf endlose Reisen nach Übersee schickt. Dort leiden und sterben sie dann in grausamen Tierversuchen.

Die Britische Union zur Abschaffung der Tierversuche (BUAV) hat mit einer Undercover-Recherche das Leid der Affen in Mauritius dokumentiert.

Obwohl Langschwanzmakaken im Washingtoner Artenschutzübereinkommen aufgeführt sind, also international geschützt sind, werden sie auf Mauritius aus der freien Wildbahn in Fallen gefangen und in Zuchtfarmen eingepfercht. Affen sind gesellige, intelligente Tiere. Sie aus ihrer Heimat und ihren Familienverbänden zu reißen und unter unsäglichen Bedingungen zu halten, ist grausamste Tierquälerei. Ihre Jungen erwartet ein noch schlimmeres Schicksal. Sie werden zu Tausenden an die Labors in aller Welt verkauft. Wie Ware werden sie als Luftfracht verschickt. Ein Haupttransporteur ist Air France.

Die Massenzucht von Affen in Tierfabriken ist ein Riesengeschäft. Jedes Jahr werden bis zu 10.000 Affen aus Mauritius nach Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, den USA und Israel verschickt – für 3.000 Euro pro Tier. 2007 wurden 56 Langschwanzmakaken aus Mauritius nach Deutschland importiert, 2006 waren es 423. In den Jahren 2008 und 2009 gingen 2.700 Affen von Mauritius in das Vereinte Königreich und 7.000 Tiere in die USA. Hauptabnehmer in Deutschland ist das berüchtigte Auftragslabor Covance in Münster. Hier werden die Tiere in qualvollen Toxizitätstests vergiftet.

BUAV-Reportage »Das grausame Geschäft mit Affen«


Helfen Sie mit, das grausame Geschäft mit Affen zu beenden!

1. Verbreiten Sie den Link zu dem Video »Das grausame Geschäft mit Affen«
http://www.youtube.com/watch?v=aYpsp0YxvYA


2. Schreiben Sie an die Botschafterin von Mauritius in Deutschland.

Wenn möglich, formulieren Sie bitte selbst einen Brief. Bitte unbedingt (!) höflich bleiben! Als Anregung für einen Text haben wir Musterbriefe für Sie vorbereitet.

Ihre Exzellenz Frau
Ghiselaine Henrison
Botschaft der Republik Mauritius
Kurfürstenstraße 84
10787 Berlin

Fax : 030 - 26 55 83 23 E-Mail: berlin@mauritius-embassy.de
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

Musterbrief als Word-Datei (oder siehe unten)


3. Schreiben Sie an Air France

Herrn
General Manager
Warner Rootliep
Air France
Direktion für Deutschland
Zeil 5
60313 Frankfurt/M.


Fax: 069 - 23 60-80
E-Mail: leider keine E-Mail-Adresse bekannt. Kontaktformular ausfüllen (z.B. unter »Anregungen«) >>

Musterbrief als Word-Datei (oder siehe unten)

4. Unterschreiben Sie diese Online-Petition der BUAV: http://www.thepetitionsite.com/3/stop-the-primate-trade-from-mauritius/


Musterbriefe zum Kopieren für den E-Mail-Versand

1. an die Botschaft der Republik Mauritius:


Ihre Exzellenz
Frau Ghiselaine Henrison
Botschaft der Republik Mauritius


Exzellenz, sehr geehrte Frau Botschafterin,

mit Entsetzen habe ich erfahren, dass in Ihrem Land Affen in freier Wildbahn gefangen werden, um sie oder ihre Nachkommen an die weltweite Tierversuchsindustrie zu verkaufen.

Langschwanzmakaken sind eine geschützte Art, die im Anhang II des Washingtoner Artenschutz-Übereinkommens geführt werden. Trotzdem werden sie auf Mauritius auf grausame Weise aus ihrer natürlichen Umgebung gefangen, wie eine aktuelle Untersuchung der britischen Organisation BUAV belegt. Mütter und ihre Babys werden voneinander getrennt, was für beide extrem traumatisch ist. Affen sind hoch intelligente, soziale Tiere mit komplexen Verhaltensmustern und psychologischen Bedürfnissen. Die Tiere aus ihren Familienverbänden zu reißen, sie unter katastrophalen Bedingungen zu halten und zur Zucht zu missbrauchen, um ihre Jungen einen qualvollen Tod im Labor sterben zu lassen, darf in einer zivilisierten Gesellschaft nicht akzeptiert werden.

Mauritius ist ein Land mit wunderschöner Natur und einer vielfältigen Tierwelt. Ich bitte Sie dringend, die einheimische Affenpopulation zu schützen und den Handel mit gefangenen und gezüchteten Affen zu verbieten.

In Erwartung Ihrer Antwort verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,



2. an die Air France

Herrn
General Manager Warner Rootliep
Air France
Direktion für Deutschland


Sehr geehrter Herr Rootliep,

mit Entsetzen habe ich erfahren, dass Air France immer noch Affen aus tropischen Ländern für die Tierversuchsindustrie transportiert.

Eine aktuelle Untersuchung der britischen Organisation BUAV belegt, auf welch grausame Weise Langschwanzmakaken in Mauritius aus ihrer natürlichen Umgebung gefangen werden. Mütter und ihre Babys werden voneinander getrennt, was für beide extrem traumatisch ist. Affen sind hoch intelligente, soziale Tiere mit komplexen Verhaltensmustern und psychologischen Bedürfnissen. Die Tiere aus ihren Familienverbänden zu reißen, sie unter katastrophalen Bedingungen zu halten und zur Zucht zu missbrauchen, um ihre Jungen einen qualvollen Tod im Labor sterben zu lassen ist einer zivilisierten Gesellschaft nicht würdig.

Air France macht sich mitschuldig an diesem grausamen Geschäft. Ich bitte Sie dringend, sich dafür einzusetzen, dass Air France keine Affen für die Tierversuchsindustrie mehr transportiert.

In Erwartung Ihrer Antwort verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

zurueck