11. Oktober 2011
Aktion "Tausche Stachelhalsband gegen Training"
Tasso-Newsletter vom 26. September 2011
Tiermedizinische Untersuchungen zeigen, dass die Anwendung von Stachelhalsbändern für die betroffenen Hunde mit zum Teil
erheblichen Schmerzen, Leiden und Schäden verbunden ist. So kann der Einsatz dieser Halsbänder u. a. zum Durchstechen der
Haut oder der Luftröhre, Quetschungen von Kehlkopf, Schilddrüse und Halsarterien sowie zur Traumatisierung der Hals- und
Rückenwirbelsäule führen. Darüber hinaus sind auch psychische Leiden, wie zum Beispiel schmerzinduziertes Angst-
oder Aggressionsverhalten belegt. Stachelhalsbänder sind somit zu Recht als tierschutz- und verhaltenswidrige Erziehungshilfe
zu bezeichnen.
Über 300 Hundeschulen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sehen dies genauso und haben sich inzwischen an der
Aktion
"Tausche
Stachelhalsband gegen Training" beteiligt, bei der Hundehalter ihr Stachelhalsband gegen eine Einzelstunde mit einem
Hundetrainer tauschen können. Hierbei wird den Hundebesitzern die Möglichkeit geboten, sich ausführlich über
Erziehungsmethoden zu informieren, die nicht auf Zwangseinwirkung oder der Zufügung von Schmerzen beruhen.
Petition für ein gesetzliches Verbot von Stachelhalsbändern
Aufgrund der großen Resonanz von "Tausche Stachelhalsband gegen Training" wurde nun im Rahmen dieser Aktion eine
Petition an den Deutschen Bundestag gestartet, die ein gesetzliches Verbot von Stachelhalsungen zum Ziel hat. Tierfreunde, die die
Petition unterzeichnen möchten, finden die Unterschriftenliste als Download unter
www.tausche-stachelhalsband-gegen-training.de/petition.php.
TASSO und zahlreiche andere Verbände unterstützen bereits die Aktion und die Petition:
"Moderne Hundeerziehung sollte in jedem Fall angst- und gewaltfrei erfolgen und auf positiver Konditionierung basieren",
so Mike Ruckelshaus, tierschutzpolitischer Sprecher bei TASSO.
"Der Einsatz von Starkzwangmitteln wie Stachelhalsbändern
muss endlich der Vergangenheit angehören."
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