Ein riesengroßes und von Herzen kommendes DANKE! an alle Spender
aus Deutschland, der Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Holland und Italien:
+ Gerry u. Uschi Magek + Nora Mothwurf u. Markus Lehmann + Petra u. Wolf Maier
+ Esther Pisano + Nicole Stegmaier + Anne Holzapfel + Conny u. Wolfgang Thienelt +
Silvia Reinhardt u. Bruno Lutz + Gerlinde u. Ulrich Pfüller + Teya u. Frans Radix +
Brigitte u. Peter Mattle + Waltraud-Rosemarie Wagner + Corinna Wahl + Berndt Heinzelmann +
Sylvia Schullerer u. Cindy Förster + Daniela Sarnow + Simona Koch + Maruska Bertonlini +
Ina Wollenberg +
Michaela Opferkuh + Claudia u. Hans-Georg Böhnert + Susanne Hettler + Dieter Schneider +
Birgit Hauschild-Mannig + Jürgen Winkler + Karin Bornewaßer + I. Brambach u. B. Laßmann +
Renata Vonau Akcan + Constanza Leghissa-Schulz + Winnie Weigel u. Philipp Knorr +
Nicole Müller + Christian Bischoff + Familie Beyer, Hagen +
Dr. Helge u. Sandra Dönitz + Silva u. Lothar Werner + Mareike Heiser +
Linda u. Carsten Thomas + Monika Hager + Beate Mirwald + Friedrich Lang + Barbara McKnespiey +
Jutta u. Christoph Tewes + Martina Sonnecken + Alexandra Baer +
Roswitha u. Stefanie Hüllenkrämer + Tina Teschke + Timo Lux +
Andreas u. Jenny Hallier + Dorit Mehling +
Katja Malter + Gabriela D'Amico + Natascha Schier + Andre Schmitz + Edelgard Wedler +
Milli u. Gerd Flockenhaus + Ulla u. Achim Thomas + Gabriele Naumann + Joachim Weigel +
Renate Braun + Andrea Koch + Frauke Opitz + Inge u. Ewald Mothwurf + Sabine Vahldiek +
Dr. Ursula Pfeiffer-Fukuruma + Pierre Faure + Marion Dolinsky-Niemann + Sabine Kotzem +
W.U.U. Schöttler + Jutta Hofmeister +
Beate Chrispeels + Renate Arr + Barbara Bachert + Hannelore Kube + Verena u. Christophe, Verona +
Daniela Vogt + Julia Reichel + Isabelle Siegl u. 'Sir Merlin' + Jenny Jensen +
Anita Altrogge + Birgit Klaß + Dagmar Poepel + Renate Schmid + Thomas Wagener + Karin Feuerer +
Corinna Wahl im Namen von Marianne Kamm + Dr. Klaus-Jürgen U. u. Dr. Jutt +
Petra Soldat + Darius-Matthias Ghiai + Inge Muth + Gerhard Treutlein + Ruth Katzenberger + Inge Zander +
Michaela Hampel + Melanie Pisano + Annemarie Priska Bertolini + Dagmar Winderlich + Margarethe van Goor +
Melanie u. Margret Auer + Martina Jutta Patterson + Beatrice Bachmann von Frauenfeld +
Andrea Kricklies + Martin Theobald + Pia Wuersch + Silke Ottenstroer + Uwe Schalski + Nicola Müller +
Hauke Sattler + Gabriele Herkelmann + Hartmut Stottmeier + Helga Martina Zander + Katrin Schulze +
Margarete Orschel + Käthe Gritscher + Helga Leibling + Martina Goeller + Liana Stefani +
"Kto.nr 82xxx87 Terdorf, CH" + Liane Jungnickel + Andrea Müller + Nicole Kesselring +
Berta Haag + Andreas u. Christin Fabig + Salvatore Giordano +
"jemand aus Österreich" + Melanie Hallmann + Marion Krah +
Carsten Weber + Sibille Pinedo/Petra Gallardo +
Sollten wir jemanden vergessen oder falsch geschrieben haben, dann melden Sie sich bitte bei uns, damit wir das korrigieren können.
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Canalba unter Wasser! |
Montag, den 8. Oktober 2007 |

Der kleine Fluss, der neben dem Hundeheim Canalba entlang läuft, ist auf Grund der schweren Regenfälle der
letzten Tage seit Samstag (06.10.) stark angeschwollen und flussabwärts vom Tierheim über die Ufer getreten.
Die Ebene, in der das Canile liegt, ist daraufhin durch das zurückfließende Wasser komplett überschwemmt
worden und glich in den letzten Tagen einem Meer.
Kein Fleck des Geländes ist vom Hochwasser verschont geblieben, auch viele Gebäude sind voll Wasser gelaufen.
Die Hunde haben Zuflucht auf den Hütten gesucht, in den Hütten selbst stand meist das Wasser. Da das Umspannwerk,
das unweit des Tierheims liegt, ebenfalls von der Flut betroffen war, gab es bis heute (Montag) Nachmittag keinen Strom
und somit kein Trinkwasser für die Tiere und um das Futter zuzubereiten.
Die traurigste Nachricht: Barbassone, der stille Riese von Canalba, der in einem der tiefgelegenen Gehege lebte, hat die
Flut nicht überlebt. Für ihn kam letzte Woche - zum ersten Mal in seinem Leben - eine Anfrage und somit eine kleine
Chance auf ein neues Zuhause in Deutschland. Heute morgen lag er tot im Wasser, jede Hilfe kam für ihn zu spät.
Der materielle Schaden ist immens. Vieles wird in den nächsten Wochen erneuert werden müssen, damit die Hunde wieder
vernünftig untergebracht werden können. Die Untergründe der Gehege (Dolomitsplitt) müssen nach
der Abtragung des Schlamms komplett wiederhergestellt werden, allein das wird mehrere 1000,- Euro verschlingen. Hütten
müssen erneuert, Podeste ausgetauscht, unbrauchbar gewordene Absperrungen neu gezogen, Unterspülungen ausbetoniert
werden. Und vor allem:

Nach dem Wasser kam der Schlamm |
Dienstag, den 9. Oktober 2007 |
Das Wasser ist jetzt wieder abgezogen in Canalba, nun kämpfen alle mit dem 'Nilschlamm', der sich - vermutlich
nicht halb so nahrhaft wie sein Namensvorbild, aber dafür um so zäher - einfach überall befindet.
Und sich natürlich in Windeseile auch überallhin verbreitet.
Die italienische Presse hat sich noch nicht blicken lassen, dort wird keine Notiz von dem Notstand im Canile genommen.
Fango statt Tango |
Mittwoch, den 10. Oktober 2007 |
Das Wasser steht jetzt nur noch in - zum Teil riesengroßen - Pfützen inmitten des Schlamms. Der
allerdings ist allgegenwärtig. Kaum ein grüner Halm schaut mehr daraus hervor. Die letzten sauberen
Ecken in den Gebäuden, die das Hochwasser nicht erreicht hatte, sind mittlerweile ebenfalls beigebraun
verschlammt, dorthin getragen mit Stiefeln und Pfoten, man kann es nicht verhindern.
Wie eine natürliche
Fangopackung liegt der Matsch auf dem Gelände, hemmt jeden Schritt und ist extrem schwer wieder zu entfernen.
Eine zeitaufwändige und harte Arbeit, die jede freie Minute in Anspruch nimmt. Fango statt Tango.
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Regen bringt Segen ...? |
Freitag, den 12. Oktober 2007 |
Gruß von Charlotte |
Samstag, den 13. Oktober 2007 |
ich bin überwältigt und irgendwie fassungslos über diese riesige Hilfsbereitschaft, die aus
dem Norden kommt, werde ich doch hier mit Anteilnahme und Mitgefühl wahrlich nicht verwöhnt, ganz im Gegenteil.
Sieht es doch manchmal sogar so aus, als wäre es meine Schuld, dass es so viele dieser armen Wesen gibt.
Noch mehr Flutopfer - |
Sonntag, den 14. Oktober 2007 |
Gestern Morgen lag ein alter Cocker in einem der Zwinger, glücklicherweise war es das Welpengehege. Die
größeren Hunde in den anderen Abteilen hätten kurzen Prozess mit einem so unwillkommenen Eindringling
gemacht. Die Welpen hat der Zuwachs aber kaum interessiert, so dass er mit dem Leben davongekommen ist. Oder zumindest
mit dem, was von seinem Leben noch übrig ist. Der arme Kerl wird von unserer Tierärztin auf nahezu
20 (!) Jahre geschätzt. Wer bringt es fertig, seinen Hund, der eine so lange Zeit mit einem verbracht hat,
auf diese grausame Art zu entsorgen, wie Müll? Unvorstellbar!!!
Weiterleben ... |
Dienstag, den 16. Oktober 2007 |
Heute ist es eine kleine, junge Hündin, die wie aus dem Nichts auftauchte und auf einmal einfach im Tierheim war.
Auch über den Zaun 'geflogen'? Keiner weiß es, niemand sah sie kommen. Piú - so haben wir sie getauft -
ist ein liebenswertes, fröhliches Ding und sieht fast aus wie ein winziger Schäferhund. Vielleicht findet
sich ja auf Anhieb jemand, der sich in sie verliebt? Verdient hat sie es ... - Haaaaalt!!! Nicht so drängeln!
Wir haben ja noch mehr Hunde ...
Zum Beispiel Meno, den Volpinomix, der über den Zaun 'gespült' wurde. Ich habe ihn zwar schon erwähnt,
aber auch er verdient ein eigenes Foto. Denn Meno ist eine kleine Schönheit mit seinem schwarzen, seidigen Fell.
Aber er ist traurig, der kleine Kerl, sitzt oft am Zaun und starrt auf die weite Schlammwüste, die das Tal bedeckt.
Er vermisst mit Sicherheit seine alten Besitzer, sein Zuhause, sein Sofa ... ob die das wirklich wert sind, so wie sie
ihn entsorgt haben? Aber Hunde sind halt treu.
Im Westen nichts Neues? |
Samstag, den 20. Oktober 2007 |
Der östliche, höher gelegene Teil des Canile fängt langsam wieder an, nach einem Hundeheim auszusehen.
Überall häufen sich die Schlammbuckel in den Gehegen und Gängen, aber drum herum fängt das Leben an,
sich zu normalisieren. Wo der ausgehärtete Schlick bleiben soll, ist bisher niemandem klar, deshalb lagert er noch
dort, wo er zusammengezogen wurde.
Beppino, unser guter Geist, ist Tag für Tag dabei, die oberen Gehege wieder in einen sauberen, aufgeräumten
Zustand zu versetzen. Ohne seine unermüdliche Hilfe ginge es nicht vor und nicht zurück. Andere Hilfskräfte
sind immer noch nicht zu bekommen, weil überall im Tal die Aufräumarbeiten bewältigt sein wollen. Also
behelfen wir uns mit den kleinen Schritten, die es täglich voran geht.
Langsam geht es vorwärts |
Sonntag, den 28. Oktober 2007 |



Und immer noch mehr Regen! |
Donnerstag, den 08. November 2007 |
Eigentlich sollte man meinen, dass "da oben" so langsam gar keine Feuchtigkeit mehr sein kann, aber es regnet
immer wieder – nun schon wieder seit Tagen. Das Wasser weiß nicht mehr, wo es noch hin soll. An den Hunden ist
kein einziges trockenes Haar mehr.
Überall im Canile sammeln sich nicht nur Pfützen sondern erneut ganze Seen, einige Teile stehen wieder
knöcheltief unter Wasser. Diesmal kommt es aber nicht von unten sondern von oben. Besser macht das die Situation
allerdings nicht, der Boden ist vollgesogen und das Nass kann nirgends mehr. An manchen Stellen durchzieht ein Netz
von Kanälen die Gänge und Gehege, damit das Wasser schneller wieder ablaufen kann. Der Canale Grande von Canalba ...
Nichtsdestotrotz ist das Team im Tierheim ungeheuer motiviert. Mit Galgenhumor und heißem Espresso kämpfen
alle gegen die Wassermassen und den immer noch allgegenwärtigen Schlamm an, um erst gar keinen Frust aufkommen zu lassen.
So ist die Stimmung trotz (oder gerade wegen?)
der Umstände super,
die Schlamm-Massen werden
tatsächlich weniger
und langsam breitet sich mit dem
neu verteilten Split wieder eine
Atmosphäre der Sauberkeit aus -
zumindest an manchen Stellen.
Diverse LKWs mit Schlamm sind mittlerweile abgefahren, der 5. LKW mit Split ist geordert, Stück für Stück
wird das Canile zurückerobert. Den Minibagger haben wir aufgeben müssen – niemand hat hier im Moment Zeit
für ein paar unerwünschte Hunde, an anderen Stellen wird das Gerät anscheinend dringender (?) gebraucht.
Beppino hat sich damit abgefunden und männliche Unterstützung gesucht. Zu zweit trotzen sie nun dem Schlamm
Schubkarre für Schubkarre den Boden wieder ab und zaghaft kommt hier und da schon wieder das Grün in den
Ausläufen zum Vorschein.
Alles Schlechte hat auch sein Gutes |
Dienstag, den 20. November 2007 |
Es hat viel Mühe und Schweiß gekostet und ein Ende der Aufräumarbeiten ist noch lange nicht in
Sicht, aber man kann es nicht leugnen: Stellenweise sieht das Tierheim heute schon schöner aus als jemals zuvor.
Na ja, die Gebäude lassen immer noch sehr zu wünschen übrig und die Freiläufe sind auch noch nicht
wiederhergestellt. Aber die Gehege sind mittlerweile fertig und strahlen in neuem Glanz.

Wenn der Regen nicht wäre, könnte man's aushalten.
Alle Untergründe sind ausgebessert, die gewühlten Löcher (egal ob von Ratte oder Hund) verschwunden, der
Boden geglättet und überall mit neuem, feinem Splitt bestreut. Er glänzt sanft weiß in der inzwischen
nur noch spärlich hervorkommenden Winter-Sonne (falls sie überhaupt mal scheint) und es sieht nicht nur schön
aus, es lässt sich auch wieder viel leichter sauber halten. Die Podeste sind ausgebessert und zum Teil erneuert, die
Hütten gereinigt und die kaputten gegen neue ausgetauscht. Die Zäune wurden repariert und vom Schlamm und Schwemmgut
befreit. Man merkt es: Die Hunde fühlen sich nach diesem unfreiwilligen Großputz wieder wohl in ihren 'Zellen'.
Oder sagen wir mal eher: Sie würden sich wohl fühlen, wenn es nicht ununterbrochen weiter regnen würde!
Nebenbei hatte die Flut einen weiteren positiven Effekt: Die allgegenwärtigen Nager, die rund um die Uhr von einem
Kammerjäger bejagt werden – wenn auch nur mit mäßigem Erfolg – sind deutlich reduziert. Vermutlich haben
auch sie momentan alle Krallen voll damit zu tun, ihre Behausungen wieder herzustellen und keine Zeit, das Tierheim unsicher
zu machen und die Hunde damit zu ärgern, dass sie unter den Podesten verschwinden.
Langsam hat sich mit zunehmender Normalisierung des Alltags auch die Verunsicherung der Tiere wieder gegeben, die nach
dem Unwetter immens war. Einzig der Umstand, dass die beiden großen unteren Freiläufe noch nicht wiederhergestellt
sind, trübt ihre Freude.

nach getaner Arbeit...
Aber Beppino und seine mittlerweile drei männlichen Hilfskräfte, die Dank der Spenden
angestellt werden konnten, arbeiten unermüdlich weiter und trotzen dem Schlamm Meter für Meter Boden wieder ab.
Es wird noch ein wenig dauern, aber dann können sich die Hunde endlich wieder täglich austoben – etwas, das sie
im Moment doch sehr vermissen.
Der weibliche Teil des Teams geht derweil einer typisch weiblichen Beschäftigung nach: die Damen putzen! Nachdem die Hunde versorgt sind, sind jetzt die Gebäude dran. So gut wie in allen standen Wasser und Schlamm, der sich trotz der groben Erstreinigung noch in jeder Ecke findet. Nun wird neben der normalen Arbeit ...
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| wann kommt denn nun endlich das Futter? | - na endlich! |

Warten auf den nächsten Kieslaster
So hat das Unwetter neben all dem Frust, dem Ärger und der Arbeit, das es gebracht hat, auch seine positiven Seite:
Wenn alles fertig ist, wird es besser weitergehen, als vorher. - Dank den zahlreichen Spendern – ohne Euch wäre das
nicht möglich gewesen!
Der zweite Spendentransport rollt |
Freitag, den 23. November 2007 |
Nachdem die Lagermöglichkeiten langsam aber sicher wieder besser werden, können wir endlich die Spendenlawine
auf das Tierheim loslassen, die hier in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Italien darauf wartet, an ihren
Bestimmungsort zu kommen.

Charlotte und Teresa nehmen die Schätze in Empfang
Heute fährt der 2. Transport Richtung Süden. Brigitte und Sandra haben sich liebenswerter weise bereit
erklärt, eine riesige Spende der Firma Anifit aus Mailand abzuholen und 'mal so eben' über's Wochenende
nach Canalba zu schaffen.
1,3 to hochwertiges Futter, das – wie wir von einer früheren Spende wissen – den Hunden hervorragend schmeckt
(und vermutlich auch das eine oder andere Defizit ausgleicht, das bei der alltäglichen Fütterung entsteht).
DANKE an Anja für die Vermittlung und natürlich
ein RIESENGROßES DANKESCHÖN an Herrn Sulser von Anifit, der das für uns möglich gemacht hat.
Der nächste Spendentransport wird schon in der kommenden Woche folgen und wir hoffen, dass wie es schaffen, alle
Sachspenden bis Weihnachten 'an den Hund' gebracht zu haben.
Teresa überwacht die Entladung ...
... während Brigitte versucht, sich bei den Hunden beliebt zu machen ;-)
Tja - soweit alles klar - aber wo bleiben denn nun die guten Sachen??